Seeblickstr. 46
82211 Hersching/Breitbrunn
Telefon +49 81 52 92 58 83
Telefax +49 81 52 30 76
E-Mail office@ava-bookagency.com
      

Autoren

Home

Nachlassverwaltungen

Impressum

Team

Alle News

AVA Int.


 
     





News              
Alexandra Cordes

Pseudonym

Geb.: Ursula Schaake, verh.: Alexandra Horbach

Als Schülerin der Bonner Clara-Schumann-Schule machte sie von sich Reden, weil sie ihre Aufsätze nicht aufschrieb, sondern vom leeren Blatt ablas. „Du hast zuviel Fantasie“, kritisierte ihre Klassenlehrerin. Aber Ursula Schaake ließ sich davon nicht beeindrucken. Viele Jahre später schrieb sie unter dem Autorennamen Alexandra Cordes Romane, die von Millionen gelesen wurden.

Sie wurde 1935 in Bonn geboren und entstammt einer deutsch-französischen Hugenotten-Familie (französische Protestanten), deren Wurzeln im Elsass und im Rheinland liegen. Eine Familie, die das Abenteuer in alle Winde verstreut hatte und die der Enkelin später den Stoff für ihre Romane lieferte.
Urgroßvater Jean Welsch kämpfte 1864 in einem französischen Expeditionscorps in Mexiko. Großvater Wilhelm Menninger war Soldat im Boxeraufstand 1900 und stürmte an der Spitze seiner Kompanie in das brennende Peking.

Alexandra Cordes überlebte den zweiten Weltkrieg in einem Bunker in Bonn. Als die Lichter wieder angingen, wurde sie von ihrer couragierten Oma auf ihrem weiteren Lebensweg durch die Nachkriegszeit in eine neue, bessere Welt unterstützt. Und viele Jahre später schrieb sie über ihre Lehrmeisterin: „Wenn ich so mutig bin, verdanke ich das meiner Großmutter“.

1954 fand Alexandra Cordes in den Bonner Pressebaracken ihren ersten Job: Eine Volontärstelle für DM 100,00 pro Woche im Büro der Londoner „Times“. Aber zunächst durfte sie nur jene Meldungen weiter geben, die von anderen Mitarbeitern stammten. Zur gleichen Zeit lernte sie im „Tabu“, der damaligen Bonner Existenzialistenkneipe, den Journalisten Michael Horbach kennen, seinerzeit Bonner AP-Korrespondent. Er war 11 Jahre älter als sie und stammte aus Aachen.
In dieser Zeit schrieb Horbach gerade seinen ersten Roman („Die verratenen Söhne“), ein stark autobiografisch geprägtes Kriegstagebuch. Alexandra Cordes korrigierte das Manuskript und tippte es für ihn ab. 1957 erschien der autorbiografische Erstling bei Rowohlt und erregte großes Aufsehen.

Ein Jahr später heirateten beide in Bonn. Es war der Beginn einer schriftstellerischen Doppelexistenz und der Anfang einer verzehrenden Leidenschaft mit allen Höhen und Tiefen, die bis zur letzten selbstzerstörischen Konsequenz gelebt und gestorben wurde. Inspiriert von Horbachs Erfolg, begann auch Alexandra Cordes zu schreiben, die Geschichte ihrer Generation, die Geschichte der Trümmer-Kinder. Als sie das Manuskript dem Rowohlt-Verlag schickte, erhielt sie vom damaligen Cheflektor W.W. die unmissverständliche Antwort: „Schreiben Sie besser nie mehr eine Zeile!“.
Aber sie gab nicht auf, und der Vorhersage des Lektors zum Trotz erschien der Roman 1963 im Hestia Verlag. Es war der Beginn einer phänomenalen schriftstellerischen Karriere. Obwohl oft von der Literaturkritik als Autorin für „Schleiflackliteratur“ verrissen, schrieb sie im Laufe der Jahre unter dem Autorennamen Alexandra Cordes mehr als 60 Bücher und stieg als „Auflagen-Millionärin“ in die Liga der meistgelesenen deutschsprachigen Autorinnen auf. Mitte der 70er Jahre brachen die Horbachs ihre Zelte in Deutschland ab und zogen nach Chateuneuf-du Pape. Der gelassene Charme der Provence, dem sich schon viele berühmte Künstler nicht hatten entziehen können, beflügelte auch Alexandra Cordes’ Fantasie. 1975 erschien in Folge die Familiensaga über ihre Großmutter: „Sag mir auf Wiedersehen“, „Geh vor dem letzten Tanz“, Frag nie nach dem Ende“. Mit diesem Zeitporträt über die „Großmutter des Jahrhunderts“ (Norddeutscher Rundfunk) gelang ihr der Durchbruch und sie eroberte Platz 10 der „Spiegel“-Bestsellerliste. Die „Rheinpfalz“ applaudierte: „Die oft gelesene und viel gelobte angelsächsische Belletristik hat eine ernst zu nehmende Konkurrenz erhalten: Alexandra Cordes. Ihr deutsches Lesepublikum sollte stolz darauf sein.“

1986 endet ihr Leben tragisch: In der Nacht zum 27. Oktober 1986 erschoss Horbach zuerst seine Frau und dann sich selbst in ihrem Haus in der Provence.

Fiction (Auswahl):

DIE ENTZAUBERTEN KINDER (noch unter ihrem Geburtsnamen Usula Schaake)
MEINE SCHWARZE SCHWESTER
BEGEGNUNG IN DER NACHT
ZWÖLF TAGE IM AUGUST
DIE NACHT DER KATZEN
WENN DIE DRACHEN STEIGEN
SAG MIR AUF WIEDERSEHEN - GEH VOR DEM LETZTEN TANZ  – FRAG NIE NACH DEM ENDE (Trilogie)
DAS HAUS IM MARULABAUM
EIN LÄCHELN IM HERBST 
LIEBE KENNT KEINE JAHRE
GEFÄHRLICHE LIEBE
UND DRAUSSEN SANG DER WIND
EINMAL NOCH NACH HAUSE
CHRISTINE. DIE GANZE FÜLLE EINES LEBENS
BITTERSÜSSE JAHRE
NACH ALL DIESEN JAHREN
DIE UMARMUNG
UND DRAUSSEN BLÜHT DER JACARANDABAUM
DIE LADY
DER SEHNSUCHT ANDERE SEITE
DAS TRAUMSCHLOSS
IHRE BITTERE LIEBE
AUF DEM WEG IN DIE NACHT

Alexandra Cordes und Michael Horbach:

DER GESANG VON LIEBE UND TOD
AUF DEINEN LIPPEN DAS PARADIES
HEIMAT